Bruno ist tot… verursacht vielen mehr als »SCHLUCKauf«
… das Bundesland in Deutschland, das sich angeblich Natur- und Artenschutz besonders zu Herzen nimmt, und zumindest für teutsche Verhältnisse durchaus auch Pionierarbeit wie mit dem Nationalpark »Bayrischer Wald« leistete, hat jetzt nach 170 Jahren endlich einen Waidmann mehr, der sich »Bärentöter« nennen darf…
Oder steht dieser ehrenwerte Name eher dem zuständigen Bürokraten zu… keine Ahnung. Dass Bayern sich mit dieser »verwaltungspolitischen« Entscheidung einen »Bärendienst« für die Anerkennung seiner (Umwelt)politik weit über die Grenzen des Freistaates hinaus erwiesen hat, steht außer Frage.
Die Staatskanzlei kann froh sein, dass das alljährliche Sommerloch der Medien durch ein anderes »weltbewegendes« Ereignis gestopft wird, das Echo würde sonst noch viel weiter hallen…
Die Begründung für den »Schiessbefehl« ist so fadenscheinig wie vieles in der Politik. Eine Nation, die über die höchste Technologie der der Welt verfügt, Spezialeinheiten, Spezialwaffen… schafft es angeblich nicht, einen Bären zu »fangen«, nein sie muss ihn autoritär abschießen.
Ein schlechter Witz, der Bär wurde aus 150m von Jägern mit einem gezielten tödlichen Schuss getroffen. Abgesehen davon, das teutsche Teutonen früher Großwild noch im »Nahkampf« waidgerecht erlegten, hätte eine entsprechende Waffe wohl auch einen Betäubungsschuss oder nur wenigstens einen »Beinschuss« zugelassen…
Für die gerissenen Schafe gibt es reichlich Entschädigung in geldwerter Form, und man kann einen Bären auch anders behandeln, oder abdrängen, wie in Europa durchaus üblich, und ihm dabei seinen Lebensraum lassen. Und dass ein Bär einen Mountainbiker angreifen würde, als Bedrohung sieht, ist mehr als nur eine fadenscheinige Begründung…
Ob derart Fadenscheinigkeit gutes (Politiker)deutsch ist, oder eben typisch bayrisches (Freistaatliches Deutsch), lass ich lieber dahingestellt …
Ich kenn genug Bayern die sowas auf gut deutsch VERURTEILEN.